Öfter mal was Neues! |

Mein lieber Körper hat sich eine schöne, neue Überraschung für mich ausgedacht. Neuerdings gehöre ich in den Club der Heuschnupfenleidenden. Ich finde jetzt zwar nicht, dass das auch noch sein musste, aber natürlich weiß ich, dass es wesentlich schlimmere Dinge gibt. Daher soll es hier eigentlich auch gar nicht um den Heuschnupfen als solches gehen, sondern um das Problem, das sich daraus für mich ergibt: Ich kann meinen angekündigten Vorsatz (Ihr erinnert Euch - das Joggen) nicht einhalten. Es sei denn es gilt auch das Aufderstelle-Joggen im Wohnzimmer... Nach draußen an die pollenverseuchte Luft zieht mich jedenfalls gerade sehr wenig. Aber so geht das natürlich nicht - eine angekündigte "Challenge" (natürlich nur mit mir selbst) muss auch durchgeführt werden. Von daher schiebe ich das mit dem Joggen in die Zeit, in der ich mich wieder unbesorgt draußen bewegen kann, ohne gleich das Gefühl zu haben, dass ich dringend und SOFORT ein Sauerstoffzelt benötige (und das nicht wegen mangelnder Fitness!). Also muss jetzt etwas anderes her...

Seit einigen Wochen beschäftigt mich ein Thema, welches in den letzten Jahren immer mal wieder in meinem Kopf herumspukte, was ich aber immer gekonnt beiseite geschoben habe, weil es durchaus irgendwie "unbequem" ist: vegetarische Ernährung. Irgendwann mit zwölf (oder so) habe ich mich eine zeitlang vegetarisch ernährt - ich vermute, weil es da gerade "in" war... Aber so ganz ist dieses Ansinnen eben doch nie aus meinen Gedanken verschwunden. Einige Freunde und Bekannte ernähren sich schon sehr lange vegetarisch und ich fand das immer schon total gut. Zwischendurch habe ich zwar nochmal einen Versuch gestartet auf Fleisch zu verzichten, aber nicht durchgezogen, weil es eben, wie gesagt, recht unbequem in meinen Alltag einzubauen ist. Es ist jetzt nicht so, dass ich tonnenweise Fleisch in mich hinein gestopft habe, aber es gibt so ein paar Dinge (insbesondere Wurst), die ich eigentlich immer gern gegessen habe. Zudem habe ich ja nicht nur Heuschnupfen, sondern auch diverse Intoleranzen, wodurch ich sowieso schon sehr eingeschränkt bin in dem, was ich essen darf. Außerdem isst Herr Prumenbül von Zeit zu Zeit ganz gerne ein gutes Stück Fleisch, was ja auch okay ist. Das war mir dann immer alles zu kompliziert. "Wahrscheinlich brauchst Du mal so ein richtiges 'Ekel-Erlebnis'", dachte ich mir dann meist. Und BAM!, vor ein paar Wochen war es dann soweit: Ein Artikel in einer Zeitschrift, in dem es um das unwürdige Töten von Tieren ging, die dann später auf meinem Teller landen, brachte eine zunehmende Unlust auf Fleisch mit sich. Natürlich war mir auch vor dem Artikel schon klar, dass die Tiere, die ich nachher als günstiges Supermarktfleisch kaufe, nicht gut gehalten, behandelt und geschlachtet werden, aber irgendwie konnte ich das bislang immer schön verdrängen. Dank dieses Artikels jetzt auf jeden Fall nicht mehr. Und deshalb probiere ich das nun mal mit vegetarischer Ernährung aus. Mal sehen, wie es wird. Das heißt, das wird jetzt also mein Vorsatz für den restlichen April - und da es sich ja nun für die paar restlichen Aprilwochen nicht richtig lohnt, nehme ich noch den Mai hinzu. Ich denke, dass ich mir nach dieser Zeit ein Urteil darüber erlauben kann, ob das fleischlose Leben zu mir passt oder ob ich doch (denn das wäre dann meine Alternative, wenn nicht) einfach nur viel viel seltener Fleisch esse und dafür aber vom Bauern um die Ecke. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten...

von fräulein prumenbül

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