An der Ecke von Holland |

In den Dünen

Manchmal muss man einfach raus, Teil 2 - so hätte ich diesen Post auch überschreiben können. Nicht ganz ohne die Hoffnung, dass noch viele, viele, viele Teile folgen. Und wenn es nach mir geht, dann immer nach Holland an den Strand. Beim letzten Mal zog es uns ja nach Katwijk, dieses Mal fuhren wir ein bisschen südlicher - an die Ecke von Holland. Oder wie es eben auf niederländisch heißt: Hoek van Holland. Und noch zwei weitere Neuerungen gab es (sonst ist es ja auch langweilig, wenn immer alles beim Alten bleibt): Wir hatten noch zwei liebe Menschen und gefüllte Picknickrucksäcke im Schlepptau. Vorzeichen für einen wundervollen Tag...

Hoek van Holland ist eigentlich ein Stadtteil von Rotterdam. Die Stadt scheint einem aber ziemlich weit weg und man hat eher das Gefühl sich in der Nähe eines netten kleinen Küstenörtchens zu befinden. Es liegt direkt an einer Wasserstraße, dem Nieuwe Waterweg, der die Nordsee mit dem Hafen Rotterdams verbindet. Daher auch der Name Hoek van Holland, also Ecke von Holland. Durch diese Wasserstraße steht man tatsächlich irgendwann an einer Ecke, an der man dann entweder nach links ins Landesinnere und ins Städtchen hinein kommt oder nach rechts auf den Pier Noorderhoofd gelangt, der ein Stück weit in die Nordsee und zu einem Aussichtspunkt (einem Leuchtturm) führt. Wir entschieden uns zunächst für den Pier und die stürmische Nordsee. Bereits zu Beginn des Piers wird man darauf hingewiesen, dass das Betreten auf eigene Gefahr geschieht. Wenn man sich erst noch wundert, warum es diese Hinweisschilder gibt, wird einem sehr bald klar, dass das an der nicht zu bändigenden Nordsee liegt, die auch bei nur leichtem Wind kräftig auf den Pier schlägt und für nasse Füße und nasse Kleidung sorgt - und für eine ganze Menge Spaß... Wir haben es leider nicht mehr bis zum Aussichtspunkt geschafft - das wurde uns Mädchen irgendwann deutlich zu feucht um die Füße. Mutiger als wir waren da auf jeden Fall diese netten kleinen Vögelchen, die sich wagemutig auf die Felsen direkt ans Meer setzten...

Nach diesem Abenteuer mussten wir uns erstmal mit einem Picknick in den Dünen stärken, bevor wir anschließend noch ein bisschen in Richtung Ortskern liefen. Als wir uns dann auf den Rückweg in Richtung Auto machten, dämmerte es schon ein wenig und der Strand war fast menschenleer. Der großartigste Zeitpunkt an diesem Tag!!! Und damit ich auch hier zuhause noch was von diesem Augenblick habe, habe ich nicht nur Fotos, sondern auch ein Video vom Meeresrauschen gemacht - so kann ich die Zeit bis Teil 3 folgt ganz gut überbrücken, denke ich...

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Moin aus Hamburg! |

Hamburg. Nur einen einzigen Tag lang... morgens mit dem Zug von Köln nach Hamburg, abends wieder zurück. Ambitioniertes Ziel? Dachte ich zunächst auch, aber nun bin ich sehr froh, dass wir das gemacht haben. Aber fangen wir ganz von vorne an... Mit dem Samstags-Special der Deutschen Bahn machten wir uns am vergangenen Samstag zu viert auf den Weg nach Hamburg... Acht Stunden Zeit, um die Stadt zu erkunden, bevor es gegen Abend wieder zurück in die Heimat ging. Wo fängt man da an? Welche Prioritäten setzt man? Was will man eigentlich sehen? Nachdem wir uns einige Tage vorher einen Schlachtplan zurech gelegt hatten, starteten wir am Samstag direkt mit dem Treppenviertel in Blankenese. Ein Viertel wie für mich gemacht. Kleine, süße Gässchen mit kleinen, süßen Lädchen und ganz schmalen Bussen mit netten Busfahrern. Ich fand es von der ersten Sekunde an großartig. Und dann noch dieser einzigartige Blick auf das Wasser inkl. kleinem Strand... Ihr wisst ja inzwischen wie das mit mir und dem Wasser so ist... Ich schätze, ich hätte auch den ganzen Tag dort verbringen können - vermutlich wäre ich dann doch irgendwann weg geflogen, aber schee wärs trotzdem gewesen. Aber wir wollten ja noch ein bisschen mehr sehen...  

Ich musste mich also doch von diesem schönen Stadtteil trennen. Kontrastprogramm war angesagt: Reeperbahn am Tag. Nur mal so zum Gucken, da zwei von uns Hamburg noch gar nicht kannten. Dann muss man natürlich auch die Reeperbahn mal gesehen haben. Mein erneutes Fazit: Kann man sich mal anschauen. Muss man nicht. Vielleicht dann doch eher einen Ausflug wert, wenn man Karten für das Schmidts Tivoli oder das St. Pauli Theater hat. Das würde ich dann vielleicht beim nächsten Mal machen... habe mir sagen lassen, dass sich DAS auf jeden Fall lohnt.

Als ich das letzte Mal in Hamburg war, gab es weder das Gebäude Dockland noch die HafenCity. Gut, gut, es ist auch schon eine halbe Ewigkeit her, dass ich diese Stadt zuletzt besucht habe... Ich war insbesondere auf die HafenCity sehr gespannt. Wir machten uns also von der Reeperbahn aus auf den Weg zu Dockland und von dort aus zu den Landungsbrücken, dem Hafen und der HafenCity. Den Hamburger Hafen mag ich sowieso total gerne, aber auch der Rest hat uns sehr gut gefallen. Der Blick vom Dockland-Gebäude ist wirklich grandios - insbesondere wenn die Sonne so ganz langsam untergeht. Zufällig hatte auch noch die Aida Sol dort angelegt... riesengroß, sag ich nur. Sehr beeindruckend!

Als wir uns schließlich vom Hafen in Richtung City bzw. dann bald auch schon in die grobe Richtung Hauptbahnhof machten, wurde es schon richtig dunkel und die Stadt lag uns quasi leuchtend zu Füßen. Da kann man gar nicht anders als Hamburg ins Herz zu schließen... sag ich jetzt einfach mal so...

Acht Stunden Hamburg - wir haben wirklich viel gesehen. Ich kann solche ganz kurzen Kurztrips nur empfehlen. Mit ein bisschen Planung (und richtig guten Schuhen!!!) lernt man eine Stadt schon ganz gut kennen. Den nächsten Kurztrip nach Hamburg stelle ich dann allerdings nicht unter das Motto Hafen, sondern unter das Motto Shopping... denn da hat Hamburg ja auch einiges zu bieten... in diesem Sinne: Hummel, Hummel - bis demnächst mal. Ich komme bestimmt wieder!

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Tag am Meer |

am Meer

Kennt Ihr das? Manchmal muss man einfach raus. Mal was anderes sehen. Sich den Kopf frei machen. In solchen Fällen zieht es mich dann meist ans Wasser - es muss nicht unbedingt das Meer sein, ein Stausee oder ein kleiner Bach reicht dann meist auch schon. In seltenen Fällen hat auch die Badewanne einen ähnlichen Effekt. Aber das Meer ist natürlich ganz großes Kino! Und vor kurzem war es mal wieder soweit - die Wanne reichte nicht mehr, es musste ein Tag am Meer her! Interessant übrigens, dass ich das titelstiftende Lied der Fanstastischen Vier auch unglaublich mag... ich bin wohl doch so ein Meer-Typ. Nun denn, der Herr Prumenbül und ich machten uns also auf den Weg nach Katwijk - toller, langer Sandstrand und wunderschöne Dünen. Ich liebe Dünen. Ich liebe Strand. Ich liebe Möwen. Man merkts wohl an den Fotos...

Man kann dort ganz prima am Strand entlang von Katwijk ins nächstgelegene Nordwijk (und wieder zurück) laufen. Und so haben Herr Prumenbül und ich das auch gemacht: Auf dem Hinweg durch den Sand gestapft, Möwen, total aufgedrehte Hunde und Kyte-Surfer beobachtet und auf dem Rückweg den Pfad durch die Dünen und gegen den Wind genommen. Zum Schluss mussten wir dann ganz schön kämpfen, um nicht umgepustet zu werden oder wegzufliegen - aber das war es ja auch, was ich wollte: Wind, Sonne, Möwen und Meer, um den Kopf wieder frei zu kriegen. Und wie das geklappt hat! Ein wunderschöner Tag, der sich so richtig nach Urlaub anfühlte!

Wie kriegt Ihr denn so den Kopf frei? Ausflug ans Meer? Oder eher in die Berge?

Liebste Grüße!

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